
ADFC Oberberg zieht positive Jahresbilanz beim Mitgliedertreffen
Gummersbach, 04. November 2025 – Fast 60 der derzeit 551 Mitglieder des ADFC Oberberg kamen am Dienstagabend im Gummersbacher Brauhaus zum zweiten kreisweiten Treffen seit der Gründung des Kreisverbandes im März 2025 zusammen.
Die Teilnehmenden – aus nahezu allen Kommunen des Oberbergischen Kreises – nutzten die Veranstaltung, um Bilanz zu ziehen, neue Projekte anzustoßen und die strategische Ausrichtung für die kommenden Jahre zu intensivieren.
Der Vorsitzende Thorsten Bandahl, blickte auf die vielfältigen Aktivitäten des jungen Kreisverbandes zurück. In den vergangenen Monaten wurden in zahlreichen oberbergischen Kommunen geführte Radtouren, Sicherheitstrainings in Kooperation mit der Oberbergischen Polizei, sowie Teilnahmen an Klimatagen, am Kaiserstraßenfest in Waldbröl, dem Umwelttag in Schloss Homburg und Veranstaltungen in Hückeswagen und Wipperfürth organisiert.
Besonders hervorgehoben wurde die erfolgreiche Fahrradcodierung: Durch ein Crowdfunding sowie eine finanzielle Unterstützung des Oberbergischen Kreises konnte ein eigenes Codiergerät angeschafft werden, das für mehr Diebstahlschutz sorgen soll. Ebenso intensiv führte der ADFC Oberberg Gespräche mit kommunalen Planer:innen und Bürgermeister:innen, um den Radverkehr nachhaltig zu stärken.
Auf Landesebene wird der Kreisverband durch den stellvertretenden Vorsitzenden Thomas Dietz (Engelskirchen) vertreten. Dort soll nun eine Arbeitsgruppe entstehen, die den Austausch mit Straßen.NRW verbessert. Besonders dringlich sind im Oberbergischen die interkommunalen Radwege in Baulastträgerschaft des Landesbetriebes. Die Radwegeverbindung zwischen Engelskirchen und Ründeroth gilt als besonders problematisch: Trotz einer Verwaltungsvereinbarung lehnte der Landesbetrieb bislang alle sechs von der Gemeinde Engelskirchen vorgeschlagenen Planungsvarianten ab.
Auch die wichtige Pendlerroute zwischen Bergneustadt und Gummersbach, insbesondere der Abschnitt zwischen Dreieck Niederseßmar und dem Gummersbacher Zentrum, weist hohen Handlungsbedarf auf. Aus Sicht des ADFC Oberberg braucht es hier zeitnah tragfähige Lösungen.
Mit Blick auf 2026 stehen bereits Termine für Stadtteilfeste, den Tag des Fahrrads sowie weitere öffentlichkeitswirksame Aktionen fest. Der Kreisverband kündigte an, den Dialog mit Verkehrsplaner:innen und politischen Entscheidungsträger:innen weiter zu intensivieren – mit dem Ziel, das „FAHRRADLAND Oberberg“ als gesunden, sicheren und klimafreundlichen Bewegungsraum zu entwickeln, insbesondere angesichts zunehmend staugeplagter Straßenverbindungen.
Große Zustimmung erhielt die Vorstellung von Anna Hess (Gummersbach), die künftig den „Jungen ADFC“ im Kreisverband aufbauen will mit den zentralen Themen Radverkehr, Verkehrswende und Klimaschutz verstärkt . Sie hat bereits an einem ersten Landestreffen teilgenommen.
Zum Abschluss des Abends wurde ein Zitat von John F. Kennedy geteilt, das den Geist des Treffens perfekt einfängt:
„Nichts ist vergleichbar mit der einfachen Freude, Fahrrad zu fahren.“