Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Oberberg e. V.

ADFC Oberberg fordert konsequenten Ausbau sicherer Radwege

Die aktuelle Verkehrsunfallbilanz 2025 für Nordrhein-Westfalen zeigt eine besorgniserregende Entwicklung: Während die Zahl der Verkehrstoten insgesamt leicht zurückgegangen ist, steigt die Zahl der verletzten Verkehrsteilnehmenden weiter an.

Mehr Sicherheit für Radfahrende jetzt: 

ADFC Oberberg fordert konsequenten Ausbau sicherer Radwege

Oberbergischer Kreis, 13.03.2026 – Die aktuelle Verkehrsunfallbilanz 2025 für Nordrhein-Westfalen zeigt eine besorgniserregende Entwicklung: Während die Zahl der Verkehrstoten insgesamt leicht zurückgegangen ist, steigt die Zahl der verletzten Verkehrsteilnehmenden weiter an – besonders bei Radfahrenden, Pedelec-Nutzenden und E-Scooter-Fahrenden. Auch Kinder und Jugendliche sind überdurchschnittlich häufig betroffen. Darauf weist der ADFC Oberbergischer Kreis mit Blick auf die heute veröffentlichte Unfallstatistik des Landes NRW hin.

Für den ADFC Oberberg e.V. ist klar: Die aktuellen Zahlen zeigen einen dringenden Handlungsbedarf bei der Gestaltung des Verkehrsraums.

 

Der Vorsitzende des ADFC Oberberg, Thorsten Bandahl, erklärt dazu:

„Die Entwicklungen und Verkehrsverhältnisse sowie die Ursachen durch Konkurrenzsituationen im Verkehrsraum zeigen, dass wir dringend die Entwicklung sicherer Radwege vorantreiben müssen. Die Behauptung, Oberberg sei Autoland, stimmt bei den Zahlenentwicklungen nicht mehr. Wir haben zu viele ungesunde Verkehrsverhältnisse, und bei den meist kurzen Wegen schafft der Radverkehr enorme Vorteile für den Einzelnen und die Allgemeinheit.“

Der ADFC sieht insbesondere Konflikte zwischen motorisiertem Verkehr, Radfahrenden und neuen Mobilitätsformen wie E-Scootern als zunehmende Unfallursache. Gerade dort, wo sichere Radverkehrsanlagen fehlen, entstehen gefährliche Konkurrenzsituationen auf Straßen oder Gehwegen.

Radverkehr wird immer wichtiger

Parallel zu den steigenden Unfallzahlen nimmt die Bedeutung des Fahrrads als Verkehrsmittel weiter zu. Angesichts aktuell stark steigender Kraftstoffpreise wird das Fahrrad für viele Menschen zunehmend zu einer attraktiven und preiswerten Alternative im Alltag.

„Radfahren ist nicht nur gesund und klimafreundlich, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll – besonders bei den vielen kurzen Alltagswegen im Oberbergischen Kreis“, betont der ADFC. „Damit mehr Menschen sicher aufs Rad steigen können, braucht es aber endlich eine konsequente Verbesserung der Infrastruktur.“

Konkrete Verbesserungen für Gummersbach vorgeschlagen

Der ADFC Oberberg bereitet derzeit eine Bürgeranregung für die Stadt Gummersbach vor. Ziel ist es, den Radverkehr mit vergleichsweise einfachen Maßnahmen deutlich zu verbessern. Dazu gehören unter anderem:

  • sichere und durchgängige Radverbindungen im Stadtgebiet
  • bessere Markierungen und Sichtbarkeit für den Radverkehr
  • die Entschärfung gefährlicher Knotenpunkte
  • mehr sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder
     

Viele dieser Maßnahmen lassen sich kurzfristig und mit überschaubaren Kosten umsetzen.

Der ADFC appelliert daher an Politik und Verwaltung, die Verkehrssicherheit für Radfahrende und andere verletzliche Verkehrsteilnehmende stärker in den Mittelpunkt der Verkehrsplanung zu stellen.

Quelle:  Verkehrsunfallbilanz Nordrhein-Westfalen 2025, Ministerium des Innern des Landes NRW

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Bürgeranregung

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